Reisen mit mir und einem Anderen

Fünf Höllenfahrten
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Kurzbeschreibung des Verlags:

'Zum Reisen braucht man Durchhaltevermögen, und mit jedem Tag wird's schlimmer. Erinnern Sie sich an die alten Tage, als Hotels gebaut wurden und fertig waren, ehe man hinkam? Erinnern Sie sich, daß Sie vertrauensvoll daran glaubten, alles würde gutgehen und nicht etwa, es wäre ein Wunder, wenn nicht alles schiefliefe?'
Martha Gellhorn war ihr Leben lang süchtig nach dem Reisen. In 'Reisen mit mir und einem Anderen' erzählt sie von ihren 'Fünf Höllenfahrten', den Reisen, die - oftmals geplant als Entdeckungstouren entlang der eigenen Neugier - sich bald als schaurige Schreckensreisen erweisen.
Kaum hat sie einen Unfreiwilligen Begleiter überredet, mit ihr nach China zu reisen, wo UB (der Unfreiwillige Begleiter, Gellhorns Chiffre für ihren damaligen Ehemann Ernest Hemingway) keineswegs hinwill, entpuppt sich diese Fahrt gar als die Superschreckensreise. Doch was solls, Marthas Credo lautet: 'Egal, wie grauenhaft die letzte Reise auch war, wir geben niemals die Hoffnung auf, daß es bei der nächsten klappt!'

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FALTER-Rezension

Der Drang zum Unterwegssein scheint den großen Reiseschriftstellern von Herodot bis Bruce Chatwin, von Mark Twain bis Ryszard Kapuscinski im Blut zu liegen, so auch Martha Gellhorn (1908–1998). Schon als 22-Jährige geht sie aus St. Louis fort, bereist Europa, beschreibt den aufsteigenden Nationalsozialismus, berichtet als Journalistin vom Spanischen Bürgerkrieg und vom D-Day, heiratet Ernest Hemingway und überredet ihn zu einer ihrer Höllenfahrten in den chinesisch-japanischen Krieg.
Es treibt sie der Wunsch, fremde Länder und Landschaften kennenzulernen – nicht unbedingt deren Menschen, die sie mitunter harsch und arrogant aburteilt. Sie spart aber auch nicht mit Selbstkritik und kommentiert ihre eigene Naivität mit Humor. Ab den 1970er-Jahren lässt sie sich im ostafrikanischen Rift Valley nieder, wo sie fast bis zu ihrem Lebensende Reportagen und Romane schreibt – mit der Überzeugung: "Lasst sie in Ruhe, wir verstehen die Afrikaner nicht, lasst sie ihre Antworten selbst finden." Eine schlüssige Einsicht lange vor den Strömen von Entwicklungshilfe und Massentourismus.

Veronika Seyr in Falter 17/2011 vom 29.04.2011 (S. 21)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783908777618
Ausgabe 1., Aufl.
Erscheinungsdatum 01.02.2011
Umfang 544 Seiten
Genre Belletristik/Erzählende Literatur
Format Buch
Verlag Dörlemann
Vorwort Sigrid Löffler
Übersetzung Herwart Rosemann
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