Making Woodstock
Ein legendäres Festival und seine Geschichte (erzählt von denen, die es bezahlt haben)

von Joel Rosenman, John Roberts, Robert Pilpel

Derzeit nicht lieferbar

Übersetzung: Adelheid Zöfel
Übersetzung: Stefanie Fahrner
Verlag: orange-press
Format: Taschenbuch
Genre: Belletristik/Erzählende Literatur
Umfang: 256 Seiten
Erscheinungsdatum: 21.04.2009

Rezension aus FALTER 30/2009

Woodstock. Ein Wort genügt, um unzählige Bilder zu evozieren: Rockstars, Regen, freie Liebe und Frieden für die Welt; Drogen, Schlamm, ein Meer aus Hippies; die aufregenden Sixties, ihr Höhepunkt und Ende. Anders verhält es sich mit Bethel. Wer kennt schon diese unweit von New York City gelegene Kleinstadt? Dabei fand Woodstock, das Festival, eben nicht im gleichnamigen Ort, sondern in Bethel statt. Richie Havens eröffnete den Konzertreigen am Nachmittag des 15. August 1969, gut 60 Stunden später ließ ihn Jimi Hendrix im Morgengrauen des 18. August ausklingen. Noch Mitte Juli hatten die Veranstalter keinen Austragungsort, und am Vormittag des 15. August war die Bühne noch immer nicht aufgebaut. Irgendwie ist aber doch – fast – alles gutgegangen. Die improvisierte Bühne funktionierte, und die Felder des Milchbauern Max Yasgur boten der "Woodstock Music and Art Fair", so der offizielle Titel, ein perfektes Ambiente. Yasgur selbst wurde zum Helden des größten Popfestivals der ­Musikgeschichte – das Rolling Stone Magazine ehrte ihn mit einem ganzseitigen Nachruf, als er nur zwei Jahre nach dem Festival 53-jährig an einem Herzinfarkt starb.
"Making Woodstock" ist keine dieser verklärten Jugenderinnerungen altgewordener Hippie-Veteranen. Sehr lebendig und plastisch erzählt das ursprünglich 1974 unter dem Titel "Young Men With Unlimited Capital" erschienene und jetzt zum Jubiläum erstmals in deutscher Übersetzung vorliegende Werk die Geschichte von Woodstock, die Vorbereitungen, die Nachwehen und den unvorstellbaren Wahnsinn vor Ort durch die Augen jener zwei jungen Männer aus sehr gutem Hause, die als Financiers des Festivals ihr Vermögen mehren wollten – und damit letztlich, zumindest ­vorübergehend, ihr Erbe verprassen sollten.
"Ich glaube, meine rebellische Phase ist vorbei", schloss Joel Rosenman, einer der beiden jungen Männer, 1974. "Und dazu hat Woodstock sehr viel beigetragen." In lakonischem Tonfall, dabei ungemein unterhaltsam, spannend und interessant, berichtet dieses Buch, wie es so weit kommen konnte.

Gerhard Stöger in FALTER 30/2009 vom 24.07.2009 (S. 18)


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