Elemente der Staatskunst

Sechsunddreißig Vorlesungen
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Eine Staatstheorie gibt es nach Müller nicht als Konstruktion von einem archimedischen Punkt außerhalb, sondern nur von der konkreten Verfaßtheit jener Totalität der menschlichen Angelegenheiten her, die den Menschen immer schon inmitten der geschichtlich legitimierten Macht- und Rechtszustände antrifft. Gegen die ungeschichtliche, nur gegenwartsverhafteten rationalistischen Vertragstheorien setzt Müllers systemtheoretischer Ansatz die stets schon gegebene 'schöne Gegenseitigkeit des Lebens'. In souverän phänomenologischer und geistreicher Analyse wird das Eigentumskapitel (Nr. 8), das gegen das römische Verfügungsrecht die Relationen zu Sachen denen zu Menschen annähert, zu einem Zentrum der Argumentation. Ehrfurcht und Schonung der Dinge, die Motive des Biedermeier, erhalten umfassende Begründung. Aus dem Motiv des Streits werden Freiheit, Vertrag und Gesetz abgeleitet. Die Idee der Freiheit selbst ist 'der kriegerische Geist, der den Staat bis in seinen letzten Nerven durchdringt'. Der Universalismus von Müllers 'geselliger' und hermeneutisch fundierter nationaler Staats- und Gesellschaftstheorie bewährt sich in menschheitsgeschichtlicher Übersicht wie in der Konstatierung der unendlichen Beweglichkeit und konkreten Wechselbezüglichkeit aller Lebenserscheinungen. Aus der Kapitalismuskritik gegen Smith und die verdinglichende Wirkung des römischen Sachen- und Personenrechts, dem Kampf gegen Individualismus und Materialismus der liberalen Wirtschafts- und Staatslehre und der Front gegen rationalistisch-naturrechtlicher Staatstheorien in der Nachfolge Burkes erwuchsen wichtige Impulse konservativer Politik und Gesellschaftslehre

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Produktdetails
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ISBN 9783936345797
Erscheinungsdatum 08.01.2013
Umfang 654 Seiten
Genre Geschichte/Neuzeit bis 1918
Format Taschenbuch
Verlag Hoof, J
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