Blotch
Der König von Paris

von Blutch, Johann Ulrich

€ 18,50
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Übersetzung: Kai Wilksen
Verlag: avant-verlag
Format: Taschenbuch
Genre: Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire/Comic
Umfang: 104 Seiten
Erscheinungsdatum: 17.03.2009

Rezension aus FALTER 29/2009

2010 verspricht ein gutes Jahr für Christian Hincker zu werden. Schon im Jänner hat der gebürtige Elsässer den wichtigsten Comicpreis Europas gewonnen, den "Großen Preis der Stadt Angoulême", seit kurzem sind nun endlich auch zwei seiner besten Arbeiten, die er unter dem Künstlernamen blutch verfasst, auf Deutsch verfügbar. "Der König von Paris" nimmt unter diesen eine Sonderstellung ein. Mehr ein Selbstexorzismus als eine Autobiografie, schlüpft Hincker alias blutch darin in die Figur des ebenso reaktionären wie eitlen Widerlings Blotch, der seinen Unterhalt damit verdient, im Paris des Jahres 1936 – es war die Zeit von Léon Blums Volksfrontregierung – sexistische Witzchen für das Satiremagazin Fluid Glaciale zu zeichnen.
Autobiografen wurden schon freundlicher in Szene gesetzt. Um Selbsthistorisierung geht es blutch freilich nicht, vielmehr darum, all die Schmuddelklischees, die mit Comics auch assoziiert werden, in einer Figur zu bündeln – den Teufel also einmal richtig an die Wand zu malen und damit vielleicht auch zu bannen.
Der stilistisch vermutlich vielseitigste Zeichner Frankreichs hat für "Blotch" eine eindringliche Zeichensprache in expressivem Schwarzweiß gefunden und mit dem ruhmsüchtigen Zeichner eine archetypische ­Figur geschaffen, die in ihrer Bos­haftigkeit fast schon wieder liebenswert ist.

Thomas Wolkinger in FALTER 29/2009 vom 17.07.2009 (S. 18)


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