Friedenspark

Parks und Gärten im Grünen Ring Leipzig
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Der Friedenspark hat viele Gesichter. In einigen Partien wirkt noch immer der Friedhof nach, der er über hundertdreißig Jahre lang gewesen ist. Anderswo ist er der Sport-, Freizeit- und Erholungspark, zu dem er in den 1980er Jahren umgewandelt wurde. Dazwischen gibt es wiederum Inseln, die „Gärten im Park“ und ganz besonders sind. Der Friedenspark steht für Ruhesuchende ebenso bereit wie für jene, die sich aktiv betätigen wollen. Und was die Menschen in diesem Park so alles treiben!
Eine Studierende hat Tisch und Stuhl mitgebracht und genießt mitten auf der Wiese die Weite ihres so gewonnenen Zimmers. Anderen, zumeist jüngeren Leuten wie sie, genügt eine Decke oder das Gras, um sich allein oder als Gruppe niederzulassen. Sie lesen, hören Musik oder lauschen der Klangkulisse des Parks – Vogelstimmen und Blätterrauschen, unterwandert von den Geräuschen der umliegenden Stadt. Sie schauen in digitale Geräte oder in die Ferne der von Bäumen begrenzten Räume. Jongleure trainieren selbstvergessen, Frisbeespieler suchen das zufällige Publikum. Wieder andere betreiben Yoga und sind ganz bei sich. Hunde queren hetzend die Wiesen, ihre Halter kommen ins Gespräch. Eltern eilen, von ihren Kindern gezogen, hinüber zum Spiel- oder Bolzplatz. Und immer wieder traben Jogger vorbei, überholen Spaziergänger schwitzend. Der Park ist ob seiner Größe und langgestreckten Form, vielleicht auch wegen seiner teils schnurgeraden, teils geschwungenen Wege offenbar besonders gut für den Ausdauersport geeignet: Hier frönen ihm auffallend viele.
Überhaupt ist Sport in vielerlei Arten in diesem Park zuhause. Ein Fitnessplatz wird tatsächlich dazu benutzt, Körper zu stählen, ein Volleyballplatz zum Volleyballspielen und ein Basketballplatz, schon klar; Tischtennisplatten gibt es und einen Rodelberg mit geschichtlich problematischem Hintergrund – doch dazu später. Zunächst ist festzuhalten: Dieser Park bietet vielfältigen Nutzungen ohne Kollisionen Raum. Er ist groß und robust genug für vieles. Man kann hier Ruhe finden, ohne von den Aktiven gestört zu werden; man kann aktiv sein, ohne in Sorge zu sein, die Ruhesuchenden zu nerven. Als Gartenkunstwerk, das er trotz der harten Brüche in seiner Geschichte ist, wirkt der Park irgendwie leise. Das schattige Ambiente des dichten Baumbestandes ist einer der Gründe dafür, das Fehlen dominierender Bauten ein weiterer. Und es ist genug Platz da für alle und alles, auch die Gärten im Park und die Spiel- und Sportanlagen. Ihnen zum Trotz dominiert Grün. Grün in allen Nuancen, geformt durch die Baum- und Strauchkulisse, und Rasengrün in der Horizontalen. Das ist alles und das ist genug!
Im Stadtgebiet des Zentrums-Südost liegt der Friedenspark als grüne Insel. Die baumbestandene Straße des 18. Oktober, die von der Innenstadt bis zum Völkerschlachtdenkmal mit dem Wilhelm-Külz-Park führt, streift den Park beinahe an seiner Südflanke; die nahe Russische Gedächtniskirche leitet mit ihrem Schmuckplatz zu dieser alten, geschichtsträchtigen Promenade mit dem Deutschen Platz hinüber. Im Norden ist der Lene-Voigt-Park nicht weit, der über die Anger-Crottendorfer Bahnschneise weit in den Leipziger Osten hinausführt. Auch gibt es die Nachbarschaft des Botanischen Gartens zu Leipzig und schließlich einer Kleingartensiedlung, wobei diese dem Park eher den Rücken kehrt. Er ist ein Stadtteilpark, dessen Besuch sich nicht nur für Bewohner des Stadtteils lohnt.

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783945027011
Erscheinungsdatum 08.05.2014
Umfang 32 Seiten
Genre Sachbücher/Natur, Technik/Natur, Gesellschaft
Format Buch
Verlag Pro Leipzig
Fotos von Peter Fibich, Frank Speckhals
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