Der Bisamberg

Der transdanubische Wächter
€ 19.5
Lieferbar ab Oktober 2022
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Mit ihrem neuen Buch widmen sich die Floridsdorfer Matthias Marschik und Gabriele Dorffner ihrem Hausberg, dem Bisamberg. Der 358 Meter hohe Bergrücken (ursprünglich „Püsenberg“) gehört geologisch betrachtet noch zum Wienerwald und ist der nördlichste Ausläufer der Alpen, von denen er seit dem Ende der Eiszeit allerdings durch die Donau, also durch die „Wiener Pforte“, getrennt ist. Der Donaudurchbruch sorgt nicht nur dafür, dass der Bisamberg die höchste Erhebung „Transdanubiens“ ist, sondern auch für eine besondere Flora, die bereits Pannonien zuzurechnen ist und sich markant vom Wienerwald unterscheidet. Der Steilabfall zur Donau wird von flachen Abhängen Richtung Stammersdorf und Hagenbrunn kontrastiert.
Der Bisamberg ist heute vor allem ein Ort des Wanderns und Müßiggangs. Im Gegensatz zu seinen großen Brüdern am anderen Donauufer schmücken ihn weder Burg noch Aussichtsturm. Es gibt keine spektakuläre Bergstraße und nicht einmal ein Gipfelkreuz. Der Bisamberg protzt nicht mit seinen Attraktionen.
Matthias Marschik und Gabriele Dorffner widmen sich zunächst den lebendigen Gemeinden rund um den Berg, danach geht es hinauf zum Gipfel, vorbei an einzigartigen Landschaften, aber auch an zahlreichen Stätten militärischer Bedeutung. Auf dem Plateau angekommen, treffen sie nicht nur auf Kaiserin Elisabeth, sondern auch auf Politiker aller Couleurs, auf den Naturheilkundler Florian Berndl und auf die Sendeanlage Bisamberg, von der aus lange Zeit der Rundfunk- und Fernsehbetrieb ganz Österreichs gesteuert wurde. Nach einem Blick auf das – meist dunstverhangene – Wien, der die Rolle des Bisambergs als „Wächter Transdanubiens“ verdeutlicht, kehren die Autoren in einem den großen Heurigenlokale oder in einer der winzigen Buschenschänken ein.
In der Edition Winkler-Hermaden ist von den beiden Autoren bereits erschienen: „Donaustädter Attraktionen. Der 22. Wiener Gemeindebezirk – Bilder aus seiner Geschichte“.

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FALTER-Rezension

Die Attraktivität der Einsamkeit

"Das is' ja so weit draußen " Dieser Satz, den Floridsdorfer: innen täglich hören, lässt sich auch auf den Bisamberg übertragen. Während sich auf dem Leopolds-und Kahlenberg an jedem schönen Wochenende die Ausflügler: innen drängeln, ist der Bisamberg -außer einmal im Jahr beim Weinwandertag -ein Reservat der Einheimischen. Die wenigen Entgegenkommenden werden freundlich gegrüßt.

Den Bisamberg ziert keine Burg und keine Kirche, kein Hotel und keine Aussichtswarte, es gibt kein Schloss und keine mondänen Ausflugsrestaurants. Das Projekt von Reinhard Gerer, den Magdalenenhof als Haubenrestaurant zu führen, scheiterte 2013 nach wenigen Jahren. Und auch sonst sind Attraktionen rar: Von Florian Berndls "Einsiedelei" aus den 1930er-Jahren ist längst nichts mehr übrig, die Villa des Guts Magdalenenhof, die der Sozialreformer Karl von Vogelsang von 1863 bis 1890 bewohnte, verfällt seit Jahren. Die imposante, 1933 errichtete Ravag-bzw. ORF-Sendeanlage ist nicht zugänglich.

in Falter 38/2022 vom 23.09.2022 (S. 8)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783950493795
Erscheinungsdatum 20.09.2022
Umfang 120 Seiten
Genre Sachbücher/Geschichte/Regionalgeschichte, Ländergeschichte
Format Hardcover
Verlag Edition Winkler-Hermaden
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