Klimawandel

Fakten gegen Fake & Fiction
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Dieses Buch ist eine unschlagbar kompakte Informationsquelle auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft mit Antworten auf die brennendsten Fragen zum Thema Klimawandel. Denn wir sind die erste Generation, die die Folgen spürt, und die letzte, die etwas dagegen tun kann. Und wer denkt beim Stichwort Klimawandel noch an verzweifelte Eisbären auf dahinschmelzenden Eisschollen? Wir sind längst selbst davon betroffen. Hitzesommer, Dürren und sommerliche Tage im Spätherbst lassen keinen Zweifel mehr zu: Es wird immer heißer. Niemand hat diese Veränderungen unserer Umwelt genauer im Blick als der Wetterexperte Marcus Wadsak. Was passiert gerade mit unserem Planeten? Und vor allem: Was können wir tun, damit auch unsere Kinder und Enkel noch hier leben können?

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FALTER-Rezension

Wie der Klimawandel Österreich verändert

Der ORF-Wettermann Marcus Wadsak ist einer der bekanntesten Klimawandel-Experten im österreichischen Journalismus, nun legt er mit „Klimawandel – Fakten gegen Fake & Fiction“ ein Erklärbuch zum Thema vor. Er handelt dabei die wichtigsten Fragen ab: Was ist der Klimawandel, wie entsteht er, wie betrifft er uns und wie können wir ihn stoppen?

Man merkt sehr schnell, dass das Buch von einem Meteorologen geschrieben ist, mit großer Leidenschaft zählt der Autor Wetterrekorde in einzelnen österreichischen Gemeinden auf.

Wetterrekorde und Extreme

Da sind zum Beispiel die 352 Liter Regenwasser pro Quadratmeter, die sich beim Jahrhunderthochwasser 2002 über das niederösterreichische Zwettl ergossen und damit die Messstation versenkten. In einer Woche regnete es damals so viel wie sonst in einem halben Jahr. Da ist das burgenländische Andau, in dem es an 127 Tagen des Jahres 2018 über 25 Grad Celsius hatte – so viele wie nie zuvor. Da ist der Februar-Temperaturrekord 2019: 24,2 Grad im südburgenländischen Güssing. Und da ist die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck mit 17 Hitzetagen im Juni 2019 – es waren so viele Tage mit einer Temperatur von über 30 Grad wie noch nie. Diese Ereignisse verdichtet der ORF-Journalist zu einem unverkennbaren Trend: Der fortschreitende Klimawandel setzt neue Maßstäbe in der mehr als 250 Jahre dauernden österreichischen Messgeschichte. Seit dem Jahr 2000 war jedes Jahr in Österreich im Langzeitschnitt überdurchschnittlich heiß. „Meine beiden älteren Kinder, die 1999 und 2000 geboren sind, haben noch nie ein durchschnittliches Jahr in Österreich erlebt“, schreibt Wadsak.

Immer wieder verknüpft der Meteorologe die Entwicklung des Klimas mit seinem eigenen Leben. Er erzählt von seiner Studentenzeit, als er in den frühen 1990ern in den Ferien als Bademeister jobbte und sich über die länger werdenden Sommer freute, weil das gutes Geld bedeutete. Er erinnert sich an seine Sommertour 2003 für Ö3, auf der ihm ein südsteirischer Winzer erklärte, dass er nun auch sonnenliebende Rotweinsorten in der Gegend anpflanzt, weil diese dort plötzlich gediehen. Und Wadsak beschreibt schließlich, wie seine Eltern im Dürresommer 2018 die schlechteste Kürbis-, Tomaten- und Zucchini-Ernte ihrer 30 Jahre währenden Selbstversorgerlandwirtschaft im Weinviertel einfuhren.

Rot-weiß-roter Fokus

Dem Wetterjournalisten gelingt es damit, die Folgen des Klimawandels in Österreich mit konkreten Beispielen spürbar zu machen und sie bis auf die Mikroebene herunterzubrechen. Darauf liegt der Fokus, darin liegt die Stärke dieses Buches. Der Blick über den rot-weiß-roten Tellerrand erfolgt hingegen nur selten, Megathemen wie Kriege um schwindende Ressourcen, Flüchtlingskrisen, Hungersnöte und Artensterben – die mit der Klimakrise ebenfalls zusammenhängen – werden eher angetippt als abgehandelt.

Das Buch liest sich schnell, es ist nicht nur flüssig geschrieben, sondern auch dünn und mit vielen erklärenden Grafiken ausgestattet. Wadsak ist als Journalist in Sachen Klimawandel eine Institution, dennoch überrascht es, dass ein Buch mit dem Untertitel „Fakten gegen Fake & Fiction“ mit vergleichsweise wenigen Fußnoten auskommt und im subjektiven Ich-Stil verfasst ist. Dadurch kippt das Faktenbuch immer wieder ins Meinungslastige.

Die erste und letzte Generation

Wer sich mit dem Klimawandel bereits eingehender beschäftigt hat, wird in „Klimawandel – Fakten gegen Fake & Fiction“ wenig Neues erfahren. „Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt, und die letzte, die noch etwas dagegen tun kann“ bildet sodann auch das Resümee des Buches – es ist ein ebenso wahrer wie auch vielzitierter Satz in der Klimaschützerszene.

Für all jene Leser hingegen, für die das Thema Klimawandel bislang noch eine Hürde darstellte, wird Wadsaks kompakte und bildhafte Zusammenschau ein guter Einstieg sein.

Benedikt Narodoslawsky in Falter 29/2020 vom 17.07.2020 (S. 20)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783991003038
Erscheinungsdatum 02.03.2020
Umfang 144 Seiten
Genre Sachbücher/Natur, Technik/Natur, Gesellschaft
Format Hardcover
Verlag Braumüller Verlag
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