Filmkritik Nr. 335-336
Nov.-Dez. 1984

von Hg. Harun Farocki Institut

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: Brinkmann 6 Bose
Genre: Zeitschrift

Rezension aus FALTER 37/2018

Ziemlich genau 34 Jahre nach dem ursprünglichen Drucktermin ist nun das letzte Heft der legendären Münchner Zeitschrift Filmkritik erschienen. Es stellt den radikal linken US-Filmer Emile de Antonio (1919–1989) vor, dessen schmales Oeuvre immer wieder neu zu entdecken bleibt.

Seine künstlerische Methode war die der Collage. Er plünderte Archive und schuf bleibende Analysen des Vietnamkriegs („In the Year of Pig“, 1968) und der Karriere von Richard Nixon („Millhouse“, 1971), drehte einen Interviewfilm mit den militanten Weathermen und ein Dokumentarspiel über einen Prozess gegen christliche Anti-Atom-Aktivisten. Der anarchische Furor seiner Filme schlägt auch in dem Gespräch voll durch, das Herzstück dieses Hefts ist. De Antonio hielt nichts von l’art pour l’art, „zweitklassigen französischen Denkern wie Roland Barthes“ oder der korrupten Führung seines Landes. Aktuelle, tolle Lektüre!

Michael Omasta in FALTER 37/2018 vom 14.09.2018 (S. 34)


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