Postisos

von Marc Ribot, Los Cubanos

Derzeit nicht lieferbar

Label: Atlantic/Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.1998

Rezension aus FALTER 32/1998

Ließ der aus Newark stammende Gitarrist Marc Ribot zuletzt durch seine spröd-schönen Solointerpretationen von Standards von sich hören, so gibt er sich auf dem vorliegenden Album ganz den Kompositionen von Arsenio Rodriguez hin, der als Vater des kubanischen Son gilt. So romantisch-melodiös wie auf der Eingangsnummer "Aurora En Pekin" hat man den Weggefährten so unterschiedlicher Musiker wie Tom Waits, Elvis Costello und John Zorn schon lange nicht mehr gehört. Wie stets legt Ribot besonderen Wert auf die Materialität des Klanges (Hall, Vibrato, Verzerrung ...) und setzt dem Schmelz der mit reduktionistischem Orgelgroove (John Medeski), Bass (Brad Jones) und minimalistisch eingesetzter Perkussion (E.J. Rodriguez und R.J. Rodriguez) seinen eigenen, störrischen Sound entgegen. Überfallsartige Crescendi, leichte Santana-Anklänge, Wischerl-Orgel oder ein mit unüberhörbar amerikanischem Akzent gefärbter Sprechgesang verleihen dem Ganzen eine humorvolle Note, und so darf man sich für den Auftritt der Band beim Jazzfestival in Saalfelden (???) shmoove Tanzstimmung erwarten.

in FALTER 32/1998 vom 14.08.1998 (S. 52)


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