Nr. 9 Die Pathologische

von Roland Neuwirth, Extremschrammeln

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Label: WEA/Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.1998

Rezension aus FALTER 36/1998

Der Wiener leidet. Und daran darf/muß/kann jeder teilhaben. In der U-Bahn, im Supermarkt, in der Warteschlange der Bank: Nach dem Wetter sind Krankengeschichten das unerschöpflichste Thema der Welt. Eigentlich stimmt es deshalb auch verwunderlich, daß Roland Josef Neuwirth neun Platten gebraucht hat, um sich dem Krankenhausblues zu ergeben. Doch während bei anderen Reime à la "Der ane hätt vielleicht a Masn / und kriegt kane Metastas'n" einfach nur peinlich wären, wirkt ebenjener Vers - und vielerlei anderes - bei Neuwirth einfach und selbstverständlich. Vielleicht, weil er sich nicht anbiedert. Vielleicht, weil die Extremschrammeln die Extremschrammeln sind. Oder einfach, weil "Die Pathologische" eine schwer kranke Platte ist - so krank wie das Lebensgefühl, das sie beschreibt.

in FALTER 36/1998 vom 11.09.1998 (S. 58)


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