The Last Dog And Pony Show

von Bob Mould

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Label: Creation / Sony BMG
Erscheinungsdatum: 01.01.1998

Rezension aus FALTER 39/1998

Es gibt diesen Akkord, der Herzen öffnet und all die ziellosen Sehnsüchte, den Schmerz und das Was-mache-ich-eigentlich-auf-diesem-Planeten-Gefühl der Post-Punk-Geborenen punktgenau trifft. Dieses Herzausreißer-"Twäng" findet sich an vielen Orten des Planeten Pop. Bei Onkel Neil, bei den Smiths, bei Nirvana, aber auch - ansatzweise - bei Bands wie den Smashing Pumpkins. Und bei Bob Mould. Mould ist - und war immer - Großmeister des "Twäng". Und das nicht erst, seit er mit Hüsker Dü auf "Zen Arcade" dem reinen Tempogebolze früherer Werke abschwor und mit Songs wie "Don't Want to Know if You Are Lonely" auch angeblich harten Augen manch Träne entlockt. Nach der Auflösung von Hüsker Dü kam Moulds düstere, einsame Seite sowohl in Soloalben als auch mit seiner Nachfolgeband "Sugar" voll zum Tragen. Sang John Lydon einst "Anger Is an Energy", tauschte Mould schon früh Zorn gegen Verzweiflung: "Melancholy Is Energy". Mit "The Last Dog and Pony Show" reiht der heute 37jährige Bob Mould seinem mittlerweile 16 Studioalben umfassenden Gesamtwerk ein weiteres Bekenntnis zum Herzausreißer-Akkord hinzu. Weniger schwarz und hoffnungslos als das letzte, beinahe lebenslustig und fidel - aber immer noch mit diesem unverkennbaren Schmerz-essen-Seele-auf-Klang, der Bob Mould und Hüsker Dü zu einer der wichtigsten Referenzen der meisten heute relevanten Bands gemacht hat.

Thomas Rottenberg in FALTER 39/1998 vom 02.10.1998 (S. 64)


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