Derzeit nicht lieferbar

Label: col legno/Lotus
Erscheinungsdatum: 01.01.1998

Rezension aus FALTER 45/1998

Jahrzehntelang lebte die russische Komponistin Galina Ustwolskaja völlig zurückgezogen, um unabhängig von den Repressionen des sowjetischen Kulturdiktats arbeiten zu können. Selbst in Rußland wurde ihr Werk erst nach dem Fall der Sowjetunion entdeckt. In zwei Phasen, von 1947 bis 1957 und von 1986 bis 1988, hat die ehemalige Schostakowitsch-Schülerin sechs Klaviersonaten verfaßt, die durch die zeitliche Spanne zwischen ihrer Entstehung und die kompromißlose Reduktion ihrer Tonsprache viel über Entwicklung und Stil Ustwolskajas verraten. Markus Hinterhäuser hat erstmals alle sechs Sonaten eingespielt und dabei offensichtlich viel Wert auf Musikalität gelegt. Wer Ustwolskaja so flüssig spielt, verläßt sich ganz auf die Radikalität der Faktur, nimmt den Sonaten einiges von ihrer Unnahbarkeit und macht so neuen Hörern den Zugang zu dieser sperrigen Musik leichter.

Carsten Fastner in FALTER 45/1998 vom 13.11.1998 (S. 63)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb