Silur

von Tarwater

Derzeit nicht lieferbar

Label: Kitty-Yo/edel
Erscheinungsdatum: 01.01.1998

Rezension aus FALTER 48/1998

Bernd Jestram und Ronald Lippok alias Tarwater können auf ihrem zweiten Album für das Berliner Kitty-Yo-Label mit minimalistischen, überwiegend in Slow-Motion gehaltenen Soundscapes aufwarten: unaufgeregte Stimmungsbilder, die zuzeiten an eine Transformation von Calexico in deutsches Elektronik-Ambiente gemahnen. "The Watersample" nimmt sich, Portishead nicht unähnlich, eine zerkratzte Platte zum Blueprint und legt eine Stimme in Tindersticks-Manier darüber; in "Otomo" verstärken Tarwater quietschende Griffbrett-Rutschereien - was allerdings nicht ganz so charmant wie beim Vorbild Elliott Smith anmutet. Obwohl im letzten Drittel der CD plötzlich Ideenknappheit aufkommt und diese durch elektronische Spielereien mit herkömmlichem Gepiepse, Gezirpe und Geblubber überspielt wird, sollte man Tarwater an den feinen Stücke davor messen.

in FALTER 48/1998 vom 04.12.1998 (S. 68)


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