Spectral Domains

von James Emery Septet

Derzeit nicht lieferbar

Label: Enja/Soulfood
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 4/1999

Ein wichtiger Nachtrag zum Weihnachts-Falter: Hätte ich dieses Album rechtzeitig gehört, wäre es ganz sicher noch ziemlich weit vorne in den "Best of"-Charts für 1998 gelandet. Der Grund dafür ist nicht so sehr die instrumentalistische Souveränität des hier ausschließlich akustisch spielenden New Yorker Gitarristen (ein Flamenco-beeinflußter Guitarero, dem die Technik nicht zum eitlen Selbstzweck verkommt), sondern vor allem die ganz exzellent besetzte Band, die mit Violine (Mark Feldman), zwei Bläsern (Martin Ehrlich und Chris Speed), Bass (Michael Formanek), Vibes (Kevin Norton) und Drums (Gerry Hemingway) eine überaus delikate und leichtfüßige Form von Chamber Jazz praktiziert. Gelungene Cover-Versionen von Monk, Mingus und Ornette Coleman stecken den Referenzrahmen ab: große Composer/Improviser, deren Einfluß Emery auch in seinen hervorragenden Eigenkompositionen nicht verleugnet und nicht zu verleugnen braucht. Wie (etwa auf "Chromosphere") Spannungsbögen durch bloßes Weglassen konstruiert werden und sich die Mitglieder des Septetts zu immer wieder neuen, flüchtigen Instrumentalgruppen zusammenfinden, ist schlicht eine große Freude.

in FALTER 4/1999 vom 29.01.1999 (S. 55)


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