Failure

von King Missile III

Derzeit nicht lieferbar

Label: Shimmy Disc / Knitting Factory
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 5/1999

Von King Missile, die auf "Happy Hours" (1992) Martin Scorsese und die Nützlichkeit eines abnehmbaren Penis besangen, hat man seit ihrem titellosen Album von 1994 nichts mehr gehört. Nun hat Sänger/Texter John S. Hall neue Musiker um sich geschart, die zwar weniger eingängig-rockige Töne produzieren, seine sarkastisch-witzigen Prosaminiaturen aber umso stärker zur Geltung kommen lassen - ob es sich dabei um die Abenteuer des Plankton-Klumpens "Planky", Schuldgefühle eines Sandwiches oder generell um Zumutungen und Herausforderungen der Postmoderne handelt. Fragen der sexuellen Identität wird auch hier wieder nachgegangen: Warum es "unschwul" ist, wenn man(n) einen Orgasmus hat, während man von einer Frau, die einen als "kleine Scheißschwuchtel" beschimpft, in den Arsch gefickt wird, wohingegen es eindeutig "gay" ist, wenn man dieses Erlebnis mit einem anderen Mann in einer Bar bespricht - all das wird weniger begründet als festgehalten. Und für alle, die immer schon einen zu kleinen Schwanz hatten, hält dieses Album einen großen Trost bereit: Dein Versagen könnte ohne Dich nie existieren: "Give yourself over to the failure inside of you and let it envelope your soul."

in FALTER 5/1999 vom 05.02.1999 (S. 59)


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