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Label: EMI
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 7/1999

Rachmaninow im Originalklang? Bei einem Komponisten der Jahrhundertwende von historischer Aufführungspraxis zu sprechen, mag merkwürdig scheinen; dennoch kann man ohne weiteres sagen, daß Mariss Jansons und die St. Petersburger Philharmoniker ihre Gesamteinspielung der sinfonischen Werke Rachmaninows weitgehend so gestaltet haben, wie sich das der Komponist wohl vorgestellt hätte: Immer die großen Spannungsbögen (auf die sich Rachmaninow auch als Pianist so sehr konzentrierte) vor Augen, nutzt Jansons die ganze klangliche Breite des Orchesters, das so wieder einmal beweisen kann, daß es nach wie vor zu den besten russischen Klangkörpern zählt. Die Uraufführung der 1. Sinfonie, mit der die drei CDs umfassende Gesamteinspielung nun komplettiert wurde, hat das Orchester 1897 zwar völlig versemmelt (was Rachmaninow dazu veranlaßte, jede weitere Aufführung zu untersagen) - die Wiedergutmachung ist jetzt aber so gut gelungen, daß sich Jansons Interpretation der "Toteninsel" von jener, die der Komponist 1929 selber mit dem Philadelphia Orchestra aufnahm, kaum mehr unterscheiden läßt.

in FALTER 7/1999 vom 19.02.1999 (S. 58)


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