Label: EMI
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 11/1999

Von 1972 bis 1989 schrieb der Brite Nicholas Maw an seinem Opus maximum "Odyssey". Ergebnis dieser Anstrengung ist ein Orchestermonstrum (mit 90 Minuten Aufführungsdauer eines der längsten durchgehenden Orchesterstücke überhaupt), das in mehr als epischer Breite zielsicher durch alle Register symphonischer Klangmöglichkeiten steuert und dabei trotz seiner Überlänge den dramatischen Bogen nie verliert. Daß Simon Rattle "Odyssey" für "ein Meisterwerk" hält, ist also leicht nachzuvollziehen; wo er aber ausmacht, daß Maw damit aufzeigt, wie man "tonal und melodisch komponieren und dabei dennoch neu, munter und lebendig sein kann", ist vor lauter Anklängen an Meister der ausufernden Orchesterapparate wie Wagner, Mahler oder Boulez kaum zu verstehen.

in FALTER 11/1999 vom 19.03.1999 (S. 60)


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