Klaviersonaten

von András Schiff, Joseph Haydn

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Label: Teldec/Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 12/1999

Noch eine Gelegenheit, um auf Joseph Haydns unterschätztes Klavierwerk aufmerksam zu machen: Kurz vor Leif Ove Andsnes großartiger Einspielung von fünf Sonaten (siehe Falter 8/99) wurde auch eine Auswahl von neun Sonaten und der Fantasie in C-Dur mit Andras Schiff veröffentlicht. Wo beide Pianisten dasselbe Anliegen haben, nämlich "Papa Haydn" von seinem harmlosen Image zu befreien, kommen sie doch zu unterschiedlichen Lösungen. Während Andsnes (legitimerweise) auch mit der Wirkung seines pianistischen Könnens spekuliert, vertraut Schiff ganz auf Haydns Raffinesse. Wie aus dem Lehrbuch zelebriert er dessen Werke, ohne schulmeisterlich zu werden, nimmt sich viel Zeit, um sie voll zur Wirkung kommen zu lassen, und spürt mit hörbar enormer Werkkenntnis dramatischen, tänzerischen oder eleganten Momenten nach. Daß sein Haydn dabei weniger spritzig als der von Andsnes klingt und manchmal auch etwas parfümiert wirkt, sollte niemanden wundern, der Schiff kennt - und jedenfalls niemanden stören.

in FALTER 12/1999 vom 26.03.1999 (S. 63)


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