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Label: Teldec/Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 13/1999

"Die in der Sprechstimme durch Noten angegebene Melodie ist (bis auf einzelne besonders bezeichnete Ausnahmen) nicht zum Singen bestimmt. (...) Es darf nie nach Gesang klingen." Nicht alle Sängerinnen halten sich an diese Angabe Arnold Schönbergs aus dem Vorwort zu seinem "Pierrot lunaire"; Luisa Castellani jedoch kann sich beherrschen. Sie kommt Schönbergs Ideal von einer "Sprechmelodie" nahe, verfällt nicht in die "singende Sprechweise", vor der der Komponist gewarnt hat, weil sie nicht mit ihrem Sopran protzt. Mit den 21 Gedichten von Albert Giraud geht sie zurückhaltend um, bricht nur an exponierten Stellen aus, vertraut also ganz auf die tonmalerische Darstellung Schönbergs. Daß ihre Solistenrolle dabei dennoch eindeutig zum Tragen kommt, liegt vor allem an den Mitgliedern der Staatskapelle Dresden unter Giuseppe Sinopoli. Filigran und äußerst dezent spielen die sieben Musiker wie unter einem Schleier und lassen Castellani in Ruhe ihren entrückten Gedanken nachhängen.

in FALTER 13/1999 vom 02.04.1999 (S. 63)


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