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Label: Decca
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 36/1999

Diese CD mit Musik von Arthur Honegger kann viel mehr, als ihr Cover vermuten lässt. Darauf nämlich ist - offenbar unvermeidlich - jene Hochleistungslokomotive abgebildet, die den Schweizer Komponisten zu seinem bekanntesten Werk inspirierte: die "Pacific 231". Obwohl das gleichnamige "Mouvement symphonique Nr. 1" das kürzeste der sechs Stücke auf dieser CD ist und auch nicht als das zentrale Werk Honeggers gelten muss. David Zinman gibt gleich eine Einführung in das gesamte sinfonische Schaffen Honeggers. Von dessen ersten Versuchen in der eingängig-idyllischen "Pastorale d'ete" (1920) über die drei sinfonischen Einzelsätze der "Mouvements" (1923, 1928 und 1932) bis hin zu den fünf Sinfonien, von denen hier stellvertretend die zweite (1941) aufgenommen wurde. Und sogar darüber hinaus, mit der Ersteinspielung der - wieder - einsätzigen "Monopartita", die 1951 entstand, nachdem Honegger mit der Gattung Sinfonie bereits abgeschlossen hatte. Auch wenn das Tonhalle-Orchester nicht immer ganz sauber spielt, nimmt es mit seiner nicht effekthascherischen und ganz auf die innere Dramatik der Musik vertrauenden Interpretation immerhin Rücksicht auf den Komponisten selber. Der verwahrte sich nämlich stets dagegen, Programmmusik geschrieben zu haben: Sowohl die Pacific als auch das Rugbymatch, das ihn zum zweiten "Mouvement" inspirierte, seien eben immer nur Anregungen für "sehr abstrakte und reine" musikalische Ideen gewesen.

in FALTER 36/1999 vom 10.09.1999 (S. 55)


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