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Label: ECM/Lotus
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 43/1999

Warum die Musik von Peter Ruzicka in Österreich immer noch nicht gespielt wird, ist ein Rätsel. Zu sagen hätte der deutsche Komponist genug, auch wenn er die Zeit der großen musikalischen Erzählungen längst schon für abgelaufen hält. Ruzicka fragt mit jedem Werk neu, was zeitgenössische Musik zu leisten imstande sei - und das hört man auch: Seine vier Streichquartette - entstanden über einen Zeitraum von 20 Jahren - sind allesamt geprägt von einer suchenden, tastenden, manchmal sogar zögerlichen und verunsicherten Klangsprache; ob er nun, wie im ersten Quartett "Introspezione", eigene Bewusstseinszustände und ein "pluralistisches Zeiterlebnis" dokumentiert, wie er es während eines Drogenversuchs ("unter ärztlicher Aufsicht") erlebt hat, und dabei Zitate von Beethoven, Webern und Pfitzner anklingen lässt oder ob er, wie in "... sich verlierend" für Streichquartett und Sprechstimme "Musik über Musik" schreibt, die, wie von einem Punkt aus, Entwicklungen sucht, anlaufen und dann gleich wieder zerrinnen lässt. Das Stück endet mit Ludwig Wittgenstein: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." Ruzicka komponiert.

in FALTER 43/1999 vom 29.10.1999 (S. 59)


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