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Label: Pepperland/Extraplatte
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 46/1999

Drei sind natürlich keine crowd. Schon gar nicht in der Musik. Da haben sich Terzette zwar vor allem in Form des Klaviertrios etabliert, doch auch die deutlich weniger präsente Literatur für Streichtrio bietet Beachtenswertes - vor allem aus dem 20. Jahrhundert. Sechs Werke dieser Zeit hat das Orpheus Trio Wien auf seiner ersten CD klug und beziehungsreich kombiniert: Arnold Schönbergs spätem op. 45, Anton Weberns verdichtetem op. 20 und seinem Satz für Streichtrio op. post. als Klassikern der Zweiten Wiener Schule stehen drei Werke österreichischer Komponisten der letzten zwei Jahre gegenüber. Wer Karlheinz Essl nur von seinen Computerimprovisationen her kennt, wird bei "a trois - seul" überrascht sein, wie viel der ehemalige Schüler des Schönberg-Wiederentdeckers Friedrich Cerha von "klassischer" Komposition für klassische Ensembles versteht, wie stringent und greifbar er das im Titel angedeutete Konzept musikalisch umsetzt. Der Oberösterreicher Axel Seidelmann, hier vertreten mit seinem filigranen und facettenreichen "Arioso", wäre eine echte Entdeckung für den Wiener Konzertbetrieb. Robert Michael Weiß schließlich schlägt mit seinem "Zwölftonspiel" den Bogen zurück zum Beginn des Jahrhunderts und der CD: Indem er jene Zwölfton-Technik exekutiert, die Josef Matthias Hauer kurz vor Schönberg entwickelte - anhand einer Reihe aus Weberns Satz für Streichtrio op. post.

in FALTER 46/1999 vom 19.11.1999 (S. 64)


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