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Label: ECM/Lotus
Erscheinungsdatum: 01.01.1999

Rezension aus FALTER 50/1999

Manchmal ist es ganz gut, sich die Relationen klarzumachen: Schuberts drei Klavierstücke D 946 entstanden 1828, jene drei von Schönberg unter dem op. 11 im Jahr 1909. Schönbergs Stücke liegen für uns weiter zurück als Schuberts Stücke für Schönberg. Auch wenn heutzutage immer noch manche an das Klischee von den grausligen Missklängen des schrecklichen Zwölftöners glauben - Schönbergs Musik ist längst klassisch und der Pianist Thomas Larcher beweist das eindrucksvoll durch die Kombination mit dem allseits anerkannten Klassiker Schubert. Mit häppchenweise verabreichter Atonalität wie im Sandwich-Konzert hat dieses Programm freilich nichts zu tun. Die Konfrontation Schubert-Schönberg, stückweise abwechselnd gespielt, macht musikalisch mehr Sinn als so manche virtuose Recital-Zusammenstellung. Beide Werke kündigen vorsichtig neue Entwicklungen an, beide sind bestimmt von einem zurückgenommenen, verhaltenen Tonfall, beide - findet Gert Jonke im Booklet zu Recht - sind "Nachtstücke". Larcher schafft es durch sein intim und selbstvergessen wirkendes Spiel auch, den entsprechenden interpretatorischen Bogen zu spannen. Und selbst wenn es brillantere Schubert-Interpreten geben mag, allein wegen des Programms ist diese CD ein Muss.

in FALTER 50/1999 vom 17.12.1999 (S. 70)


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