Solid Sender

von Sex Mob

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Label: Knitting Factory/Extraplatte
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 34/2000

Längst ist der Jazz den unmittelbaren sozialen Zusammenhängen (Tanzen, Marschieren, Protestieren) entfremdet und zur Musik für Sitzkonzerte geworden. Jetzt, da er auch als Kunst anerkannt ist, entdeckt er sich selbst wieder als Meta-Gebrauchsmusik. John Zorn würde mit Masada gern auf jüdischen Hochzeiten aufspielen, und auch die unter Führung des Slide-Trompeters Steve Bernstein (er arbeitet u.a. mit Lou Reed, Tricky und Don Byron zusammen) agierende New Yorker Band Sex Mob kennt keinen Genierer, wenn es darum geht, dem Jazz mittels Vulgarisierung wieder etwas Volksnähe einzuhauchen. Sehr beherzt wird also - durchaus im Geiste von Albert Ayler, Ornette Coleman oder Lester Bowie - das Instrumentarium traktiert und sporadisch auch, äh, gesungen, wobei die Bandbreite des musikalischen Materials von James Brown bis Abba reicht: So groovig-grindig war "Fernando" noch nie, und auch "Ruby Tuesday" hat schwer an Tanzbarkeit gewonnen.

in FALTER 34/2000 vom 25.08.2000 (S. 52)


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