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Label: MDG/Gramola
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 37/2000

Mit dem Leipziger Streichquartett hat das Label MDG eines der besten Ensembles dieser Gattung unter Vertrag. Ihren spielerischen Elan, ihre klangliche Brillanz und ihre einfallsreiche Feinfühligkeit haben die vier bereits mit Schubert, Schönberg, dem mittleren und dem späten Beethoven bewiesen; jetzt tun sie es auch mit zwei der sechs frühen Streichquartette Beethovens - was diesmal allerdings nicht auf Anhieb zu hören ist: Ausgerechnet die puristischen Raumklangbefürworter und Studioverweigerer des audiophilen Labels wählten für diese Aufnahme einen viel zu verhallten Saal, der die Musik deutlich massiger wirken lässt, als sie tatsächlich gespielt wurde. Das geht auf Kosten der Transparenz, sollte echte Beethoven-Freaks aber dennoch nicht auf diese Interpretation verzichten lassen. Mit den drei Streichquartetten op. 1 von Andreas Romberg (1767- 1821) bietet das Leipziger Streichquartett eine Erweiterung des klassischen Repertoires, die auch neben Haydn, Mozart und Beethoven noch gut dasteht. Das sah auch ein zeitgenössischer Kritiker schon so: "Liebhaber sind durch Haydn's und Mozart's Quartettes dermaßen verwöhnt worden, dass ihnen beynahe nichts mehr in dieser Gattung behagen will, welches nicht von einem dieser Meister ist. Es macht Recensenten daher eine wahre Freude, dass er die Quartetts von A. Romberg als solche anempfehlen kann, die, in jeder Hinsicht, selbst unter den vorzüglichern von Haydn und Mozart mit Vergnügen gehört werden können." Dem ist heute nichts hinzuzufügen.

in FALTER 37/2000 vom 15.09.2000 (S. 60)


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