The Early Gurus of Electronic Music

von OHM

Derzeit nicht lieferbar

Label: Ellipsis Arts/Lotus
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 37/2000

Zeitlos ist nichts, schon gar nicht in der Musik, aber trotzdem ist (beinahe) alles irgendwie schon mal da gewesen. Elektronische Musik zum Beispiel hätte man angesichts des Szene-Hypes hierzulande glatt für eine Erfindung Wiener Laptop-Improvisatoren halten können. Jetzt bringt eine gelungene 3-CD-Kompilation in Erinnerung, dass der revolutionäre Aufbruch in neue, ungehörte Klangwelten schon eine rund 80-jährige Tradition hat - mit 42 Werken aus der Zeit, als Generatoren und nicht Chips den Sound bestimmten und Samplen noch nicht auf Knopfdruck, sondern mit Schere und Klebstoff ging. Die Edition richtet sich direkt an die popgeschulte Techno-Generation, nicht nur mit Titel und entsprechendem Design, sondern vor allem mit einem umfangreichen Begleitbuch. In diesem werden nicht nur die wichtigsten Studios kurz vorgestellt, es dürfen sich auch einschlägige Größen der Popwelt (DJ Spooky, Thurston Moore von Sonic Youth u.a.) ehrfurchtsvoll vor ihrer Geschichte verneigen. Und auch die amerikalastige Stückauswahl zeigt einige Querverbindungen in Richtung Pop auf, etwa durch Steve Reich, Brian Eno oder Holger Czukay (Can). Trotzdem wurden gestandene Avantgardisten wie Edgar Varese, Olivier Messiaen, Pierre Schaeffer, Herbert Eimert, Karlheinz Stockhausen, Iannis Xenakis oder John Cage nicht vergessen.

in FALTER 37/2000 vom 15.09.2000 (S. 60)


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