Werke für Bratsche und Orchester

von Béla Bartók, Peter Eötvös, György Kurtág, Kim Kashkashian, Netherlands RCO

Derzeit nicht lieferbar

Label: ECM/Lotus
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 38/2000

Eine Frau, die antritt, allen Bratschistenwitzen der Welt die Grundlage zu entziehen: Kim Kashkashian beweist dass eine Viola keineswegs so dröge sein muss wie im Klischee; besonders eindrucksvoll, mit einer feinen Kombination dreier Werke für Viola und Orchester, allesamt aus dem 20. Jahrhundert und allesamt von ungarischen Komponisten. Den Anfang macht Bartoks elegisches Bratschenkonzert, das mit seinen dunklen Klangfarben eine der angeblichen Einschränkungen des Instruments als reizvolles Charakteristikum nutzt. Eötvös (auch Dirigent dieser Aufnahme) hingegen hält sich in "Replica" klanglich weitgehend zurück und stellt dafür eher die dramatischen Fähigkeiten der Bratsche in den Vordergrund. Kurtags "Satz für Viola und Orchester" schließlich schlägt den Bogen zurück zum Anfang der CD: Dieser Satz aus einem frühen Violakonzert zeigt Kurtag nicht als den bekannten Verknapper, sondern als einen an Bartok orientierten Komponisten auf der Suche nach der eigenen Sprache, der das Soloinstrument auf die Suche nach dem eigenen Klang schickt.

in FALTER 38/2000 vom 22.09.2000 (S. 61)


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