Sonaten für Violine solo

von Benjamin Schmid, Johann Sebastian Bach, Eugène Ysaÿe

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Label: Zig Zag/Lotus
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 42/2000

Manchmal dauert es halt ein bisschen länger - bei den Sonaten und Partiten für Violine solo von J.S. Bach etwa. Jahrhundertelang waren die sechs Stücke aus dem Jahr 1720 wie vom Erdboden verschwunden, und wenn sie ausnahmsweise einmal einer kannte, dann hat er sie meist gründlich missverstanden - wie etwa Robert Schumann, der ihnen eine überflüssige Klavierbegleitung verpasste. Mittlerweile zählt nicht nur die berühmte Chaconne aus der Partita d-Moll ganz offiziell zum Großartigsten, was jemals für Geige geschrieben wurde; alle Stücke sind aus dem Standardrepertoire nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend groß ist die Konkurrenz, wenn sich heute ein junger Geiger an eine Einspielung wagt. Benjamin Schmid hat es dennoch geschafft, eine eigenständige Version vorzulegen, die - bei aller historischen Sorgfalt - vor allem durch ihre schillernde Klangpracht und extreme Dynamik schlicht modern ist. Auch Eugene YsaØes Sonaten für Violine solo wurden lange Zeit missverstanden. Bis heute hält sich das Gerücht, die 1923 entstandenen Werke des belgischen Geigers seien reine Bravourstücke, die die Virtuosität ihres Interpreten unter Beweis stellen sollen. Dass sich jedoch hinter all den technischen Schwierigkeiten mal schwärmerische, mal abgründige, immer aber fantastische Musik verbirgt, das hat Benjamin Schmid mit dieser Gesamteinspielung eindrucksvoll bewiesen.

in FALTER 42/2000 vom 20.10.2000 (S. 68)


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