Octet Plays Trane

von David Murray Octet

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Label: Enja/Soulfood
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 43/2000

David Murray, einer der Tenor-Größen der Post-Coltrane-Ära, muss sich nicht mehr beweisen und vom Übervater auch nicht absetzen. Stattdessen entfaltet er sein Oktett zu einer veritablen Bigband, die sechs Stücke Coltranes jenseits von Epigonalität interpretiert. Interessant, dass auch die Zugangsweise variiert: Setzen "Giant Steps" und "Lazy Bird" auf einen fragmentierten Sound, in dem die Instrumente als gegeneinander versetzte Einzelstimmen auftreten und jede Strömung zahlreiche Turbulenzen erzeugt, so forciert "The Crossing" einen fetten, Coltrane-untypischen Groove und weist mit seinen gospeligen Untertönen eher in Richtung Charles Mingus. "India" verleiht dem Stück mithilfe von Percussion und Flöte titelgemäße Klangfarben, "Naima" wird zu einem Schaustück für Murrays Atemtechnik, und auf "Acknowledgement" tritt Murray sozusagen als eigenes Orchester gegen den Rest der Band an, ehe es in kollektiver Einigkeit endet.

in FALTER 43/2000 vom 27.10.2000 (S. 59)


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