Spaceways Incorporated

von Ken Vandermark, Hamid Drake, Nate McBride

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Label: Atavistic/Trost
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 47/2000

Vorweg eine kleine Rückschau: Der Life-Auftritt der Vandermark Five, der in diesem Blatt vor einigen Wochen auf begründeten Verdacht hin angepriesen wurde, hielt das euphorisch Versprochene - und mehr: Die fünf musikalischen Schwerarbeiter bescherten zwei Stunden Power-Jazz der Güteklasse 1. Vandermark 5 ist freilich nur eine von mehreren Formationen des 36-jährigen Saxophonkolosses aus Chicago, der im Vorjahr mit dem renommierten und mit 275.000 Dollar dotierten MacArthur-Preis ausgezeichnet wurde: Daneben bläst Ken Vandermark unter anderem im frei improvisierenden DKN-Trio mit Kent Kessler (b) und Hamid Drake (dr). Oder beim Witches-&-Devils-Projekt, das sich der magischen Musik Albert Aylers verschrieben hat. Auf der Basis von Ayler-Kompositionen wird da zu sechst mit einer derartigen Leidenschaft getrötet und gefudelt, dass es eine Freude ist. Dann gibt es aber auch noch das Trio mit Bassisten Nate McBride und Hamid Drake, mit dem der grandiose Rohrblatt-Kraftmeier seine bislang wohl durchgeknallteste CD eingespielt hat: Auf "Spaceways Incorporated" werden abwechselnd Nummern von Sun Ra und George Clintons Funkadelics dargeboten - und welch ein Kontrast. Kehren die "kosmischen Standards" von Sun Ra die einfühlsame Balladen-Seite des Auch-Klarinettisten hervor, sind für den Power-Funk wieder volles Tenor-Rohr und schwerste Groove-Attacken angesagt. So viele Säue hat ein Jazz-Trio noch selten herausgelassen!

in FALTER 47/2000 vom 24.11.2000 (S. 66)


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