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Label: Teldec/Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 50/2000

Wieder einmal eine Ehrenrettungsaktion für Papa Haydn: Diesmal geht es allerdings nicht wider den häufig, aber völlig zu Unrecht vorgebrachten Vorwurf, der Klassiker aller Klassiker sei ein großer Langeweiler; mit dieser CD wird eine andere böswillige Unterstellung eindrucksvoll ins Reich der Legende verwiesen - der Opernkomponist Haydn soll ein schlechter Dramatiker sein. Pah! Mag ja sein, dass der Esterhazy'sche Hofkapellmeister in der burgenländischen Provinz nicht gerade die allerbesten Librettisten seiner Zeit bekam (tatsächlich war er - nicht nur - im Fall der "Armida" auf eine Zweitverwertung angewiesen); mag auch sein, dass Haydn auf theatralische Effekte nicht eben den allergrößten Wert legte. Aber: Musiktheater heißt immer noch Musiktheater und nicht andersrum. Also findet bei Haydn das Drama der Liebesgeschichte zwischen der orientalischen Zauberin Armida und dem europäischen Kreuzritter Rinaldo vor allem in der Partitur statt. Nikolaus Harnoncourt und sein Ensemble richten sich danach, und deswegen kann man auf ihrer in jeder Hinsicht erstklassigen Einspielung eben hören, wie (im Orchester) zwei verfeindete Welten aufeinander prallen und dabei (in den Stimmen der Protagonisten Cecilia Bartoli und Christoph Pregardien) doch voneinander fasziniert sind.

in FALTER 50/2000 vom 15.12.2000 (S. 70)


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