Neujahrskonzert 2001

von Wiener Philharmoniker, Nikolaus Harnoncourt

Derzeit nicht lieferbar

Label: Teldec/Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 51-52/2000

So was könnte man auch als subtilen Ausdruck später Genugtuung interpretieren: Da lassen sich - überraschend genug - die Wiener Philharmoniker endlich einmal von Nikolaus Harnoncourt durch ein Neujahrskonzert leiten, und dann hat die in philharmonischen Kreisen lange Zeit kritisch beäugte Symbolfigur der Originalklangbewegung nichts Besseres zu tun, als erstmal lieb gewonnene Gewohnheiten auf den Kopf zu stellen. Querdenker Harnoncourt ließ den Vormittag mit dem "Radetzky-Marsch" nicht nur enden, sondern auch beginnen - und zwar mit dessen schlanker besetzter Originalversion. Dank des verhängten Mitklatschverbots geriet das Programm so gleich von Anfang an zu einer gar nicht ungemütlichen Lehrstunde in Sachen Wiener Musikgeschichte: Unter weitgehendem Verzicht auf klischeebeladene Verschleppungen, Phrasendrescherei und charmantes Drüberwursteln verstand es Harnoncourt wie kein anderer Dirigent der letzten Jahre, auch größten Zweiflern an der Walzerseligkeit zu demonstrieren, dass die Musik von Johann Strauß & Co. einmal im Jahr durchaus in Ordnung geht. Kurz gesagt: Es war das beste Neujahrskonzert seit Carlos Kleiber. Die Wiener Philharmoniker haben ein Problem.

in FALTER 51-52/2000 vom 22.12.2000 (S. 86)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb