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Label: cpo/Wilhelm Weiss
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 20/2001

Um Johann Sebastian Bach braucht man sich auch im Jahr danach keine Sorgen zu machen (siehe Falter 19/01), wenden wir uns also seinem jüngsten Sohn Johann Christian zu. Der war zu Lebzeiten der international bekannteste Bach, ist heute jedoch beinahe vergessen - was rezeptionsgeschichtlich auch damit zusammenhängen dürfte, dass er schon mit 20 Jahren nach Mailand ging und sich dort zu einer "Sünde" hinreißen ließ, die man ihm in der protestantischen Heimat nicht so leicht vergeben konnte: Katholizismus. Ein Ergebnis dessen ist jenes hinreißende "Salve Regina", das das L'Orfeo Barockorchester und Emma Kirkby (Sopran) erstmals eingespielt haben. Hätte seine Verwandtschaft diese CD gekannt, dem Abtrünnigen wäre umgehend vergeben worden. Auch Johann Christians Klavierkonzerte aus der anschließenden Londoner Zeit sindganz untypisch Bach: Lange nicht so verwegen frei wie die Musik des älteren Carl Philipp, weisen sie in ihrer leichtfüßigen Virtuosität eher schon in Richtung Mozart. Anthony Halstead und seine Hanover Band sorgen mit knackig-forschem Ton dafür, dass daraus kein kuschelweiches Klischee wird.

in FALTER 20/2001 vom 18.05.2001 (S. 64)


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