2. Klavierkonzert

von Hélène Grimaud, Sergej Rachmaninow

Derzeit nicht lieferbar

Label: Teldec/Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 21/2001

Hören Sie jetzt bitte nicht auf zu lesen, nur weil gleich der Name Rachmaninow fällt. Sie alle, die Sie in der Pubertät auf den russischen Spätestromantiker gestanden sind und sich nun dafür schämen, die Sie ihn für einen Filmkomponisten halten und seine Musik pompös, kitschig und hohl finden - Sie können noch nicht Helene Grimaud gehört haben: Wie sie Rachmaninows dunkel-gewaltiges 2. Klavierkonzert in allen Nuancen durchbuchstabiert; wie sie sich, scheinbar nur für sich selber, vergewissern will, dass man so etwas überhaupt noch spielen kann, dass diese ungebremste Lust des Komponisten, nach überwundener Schaffenskrise mit allem zu arbeiten, was Effekt macht, gerade nicht in den Populismus abgleitet; wie sie mit zehn Fingern zwanzig verschiedene Lautstärken ausdifferenzieren kann; und wie sie dabei den riesigen Spannungsbogen über alle drei Sätze legt, der vielen Kollegen nicht gelingt, die sich zu sehr auf die Zurschaustellung der Virtuosität konzentrieren. Sie alle, die Sie nicht aufgehört haben zu lesen, können jetzt Ihr Bild von Rachmaninow revidieren.

in FALTER 21/2001 vom 25.05.2001 (S. 22)


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