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Label: Deutsche Harmonia Mundi / BMG
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 23/2001

Wozu sich lange mit Ouvertüren aufhalten? Antonio de Literes stürzt sich und uns gleich mitten ins Geschehen um den hübschen Hirten Acis, der die bezaubernde Meernymphe Galatea liebt, was dem bösen Zyklopen Polyphemos überhaupt nicht recht ist. Diese Zarzuela-Version (1708) der berühmten Geschichte ist ja beileibe nicht die einzige; doch neben den Vertonungen von Lully, Händel, Chiabrera oder Bianchi ist sie die bei weitem turbulenteste. Was nicht nur am lockeren Umgang des Librettisten mit der antiken Vorgabe liegt, so dass beispielsweise aus dem Ekel Polyphemos kurzerhand eine Witzfigur wurde. Es ist vor allem die Musik, die diese "Acis und Galatea" so mitreißend macht: Mit großzügigem Gitarren-, Schlagwerk- und Kastagnetteneinsatz verlegt de Literes den Ort der Handlung zumindest klanglich von Sizilien nach Spanien, dazu gibts jede Menge feuriger iberischer Tänze und Melodien. Kein Wunder also, wenn sich das Ensemble Al Ayre Espanol und vor allem die Sängerinnen (bis auf Polyphemos sind alle Rollen weiblich besetzt) zu einer enthusiastischen Interpretation hinreißen lassen.

in FALTER 23/2001 vom 08.06.2001 (S. 70)


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