New School

von Mark Helias' Open Loose

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Label: Enja/Soulfood
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 39/2001

Open Loose tragen ihren Namen zu Recht: Das Trio ist von einer Offenheit, die auch ein paar lose Enden in Kauf nimmt, ohne dass der Zuhörer das Gefühl hat, das schöne, aber schwierige Format Tenorsaxophon (Tony Malaby), Bass (Mark Helias) und Schlagzeug (Tom Rainey) würde sich verrennen. Nein, diese Offenheit, wie sie gleich in dem zur Gänze improvisierten Opener "Molecule" vorgeführt wird, ist eine kalkulierte, gewollte; eine, die den Hörer am Entstehungsprozess der Ideen während des Spielens teilhaben lässt und dennoch mit ohrenfreundlichen und eingängigen Passagen nicht geizt: "Gentle Ben" etwa hebt als hymnisches Crescendo an, ohne dass sich die Musiker gleich auf das Thema draufsetzen würden: Da wird ausgeschmückt, abgeschweift, anders akzentuiert. "Mapa" wiederum pendelt ständig zwischen verschiedenen Aggregatzuständen, die melancholische Con-arco-Passagen und saxophonische One-Note-Hysterie gegeneinander schneiden. Kurz und gut, es wird einer flexiblen Diskursivität gehuldigt, die eine starre Dichotomie von Solo und Begleitung, Thema und Improvisation auf einfallsreiche Weise unterwandert. M. a. W.: sehr zu empfehlen!

in FALTER 39/2001 vom 28.09.2001 (S. 64)


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