live by request

von K.D. Lang

Derzeit nicht lieferbar

Label: Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 42/2001

k.d. lang lieben wir, weil ihre Songs uns sagen: Schwäche ist Stärke, Übernachtigkeit ist sexy, und das Traumhaperte ist nur die somnambule Schwester tagheller Souveränität. Oder so. Das Problem des vorliegenden Live-Mitschnitts aus dem John Jay College of Criminal Justice ist, dass die Begleitband zu viel Druck macht und k.d. lang tut, als wäre Liebeskummer ein Hochleistungssport. So ab Track sechs erfangen sich aber alle und treten etwas leiser. Da wirken k.d. langs vokale Manierismen wieder stimmig. Das zwischen Oper und Ennio Morricone schwankende Pathos von "Don't Smoke in Bed", die schmachtenden "Koyoten-Rufe" (die die Geliebte zum Öffnen der Türe bewegen sollen) auf "Barefoot", die inbrünstig faulen Glissandi auf "Wash Me Clean": All das und erst recht das verhaltene "Simple", mit dem das Konzert ausklingt, stimmen doch sehr versöhnlich. Warum nicht gleich?!

in FALTER 42/2001 vom 19.10.2001 (S. 65)


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