plays Kovac

von Hans Koller

Derzeit nicht lieferbar

Label: Emarcy
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 48/2001

Joe Zawinul ist keineswegs die einzige Jazzgröße von Weltgeltung, die dieses Land hervorgebracht hat, auch nicht die erste. Schon in den Fünfzigerjahren war es dem heuer 80 Jahre alt gewordenen und soeben im Porgy&Bess mit zwei Themenabenden gewürdigten Hans Koller gelungen, die Polls der amerikanischen Jazz-Zeitschriften zu stürmen. Die eben ins Leben gerufene Reihe "Austrian Jazzart", die sich die Wiederauflage vergriffener Ö-Jazz-Alben angelegen sein lässt, hat nun einen Live-Mitschnitt aus dem Wiener Brahmssaal von 1955 veröffentlicht. Ein schönes Beispiel, das Koller als glänzenden Proponenten des hegemonialen Cool-Jazz ausweist, der, am hellen, aber keinswegs kühlen Sound Lester Youngs orientiert, sich mit seinen Mitmusikern (der Kölner Willi Sanner am Bariton-Saxophon und der Wiener Roland Kovac am Klavier) den eleganten Exerzitien cooler Polyphonie hingibt. Komplexe und feingliedrige Instrumentalstimmen, die mal in flottem Swing, mal eher balladesk sich verzahnen, wobei "April in Paris" durch den weichen, dunklen Klang des Intro besticht und Koller auf "Gone with the Wind" ein besonders gelungenes Solo abliefert.

in FALTER 48/2001 vom 30.11.2001 (S. 63)


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