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Label: Act/Edel
Erscheinungsdatum: 01.01.2002

Rezension aus FALTER 7/2002

Mit "Sneak Preview" hat der Pianist Simon Nabatov Platz drei der Falter-Charts 2001 belegt. Im Vergleich mit dieser gewitzten Tour de Force durch die Jazzgeschichte wirkt "Three Stories, One End" eigenartig unentschlossen. Die Titelkomposition ergeht sich in akkordischem Melos, eine Linie, die dann aber nicht fortgesetzt wird. Modern Standards wie Monks "Epistrophy" oder John Coltranes "Giant Step" nähert sich Nabatov auf zwangsoriginelle Weise an. Das Ab- und Umschweifige, das möglichst lange das Thema vermeidet, und die Scheu, einer Idee auch ein bisschen zur Geltung zu verhelfen, werden durch einen rhapsodisch zerdehnten Groove ersetzt, der eben nicht wirklich groovt. Den umgekehrten Weg geht Nabatov im Kontext des ostentativ anachronistischen Projekts der Swing Kings: Hier kommt noch jede Ballade wie der Pacific Express daher, wird gnadenlos abgeschwungen, und die unbändige, kaskadierende Spielfreude, mit der Nabatov auf "How High the Moon" Wolfgang Schlüter (vibes) und Charly Antolini (dr) die Show stiehlt, kann schon ansteckend wirken.

in FALTER 7/2002 vom 15.02.2002 (S. 54)


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