Heimbach Chamber Music Festival 2001

von Paul Hindemith, Francis Poulenc, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart

Derzeit nicht lieferbar

Label: EMI
Erscheinungsdatum: 01.01.2002

Rezension aus FALTER 26/2002

Die Spannung konnte Lars Vogt bei seinem Kammermusikfestival "Spannungen" im deutschen Heimbach auch letztes Jahr halten: Bereits zum vierten Mal hatte der Pianist Musiker wie Tanja und Christian Tetzlaff (Cello und Violine), Tabea Zimmermann (Viola) oder Ib Hausmann (Klarinette) in ein altes Wasserkraftwerk eingeladen, um vor Ort ein ungewöhnliches Programm (diesmal von Haydn bis Hindemith) einzustudieren, live aufzuführen und auf CD zu brennen. Das Ergebnis punktet wieder mit konzentrierter und spontaner Werkstatt-Atmosphäre, die diesmal vor allem Haydns Klaviertrio C (mit dem - brillant ausgeführten - doppelten Schluss) zugute kommt. Der ursprüngliche programmatische Ansatz des Festivals jedoch, Kammermusik von der Klassik bis zur Gegenwart in größter Selbstverständlichkeit nebeneinander zu stellen, geht zumindest auf CD mit zunehmendem Erfolg verloren: Aus den bisherigen Doppel-CDs wurden dieses Jahr zwei Einzelalben, streng getrennt nach Klassik und (allerdings nur früher) Moderne. Sogar die jährliche Uraufführung ist diesmal über achtzig Jahre alt: Christian Tetzlaff präsentierte erstmals öffentlich die jüngst aufgefundene Sonate für Violine solo von Paul Hindemith aus dem Jahr 1917. Das ist schon okay so und passt auch gut ins restliche Programm (Prokofjew, Poulenc, Berg). Aber ein Zeitgenosse wäre doch spannender gewesen.

in FALTER 26/2002 vom 28.06.2002 (S. 61)


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