None but the Righteous. The Masters of Sacred Steel

von Diverse

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Label: Ryko/Lotus
Erscheinungsdatum: 01.01.2002

Rezension aus FALTER 46/2002

Die Steel Guitar wird gemeinhin als "Hawaigitarre" bezeichnet oder mit melancholischem bis selbstmitleidigem Country assoziiert. Sie kann aber auch ganz anders. Steel-, Lap- und Pedal-Steel-Guitars mit sechs, acht, zehn Saiten werden auf dieser Kompilation von Aufnahmen für das Arhoolie Label ausschließlich zur höheren Ehre Gottes zum Wimmern gebracht. Aubrey Ghent aus Florida etwa bedient sich einer sechssaitigen Lap-Steel, weil der Kontakt zum Heiligen Geist mit dem einfacheren Gerät leichter herzustellen ist - und produziert damit eine Art Boogiegospel mit mächtiger vokaler Phrasierung, die in hysterischen Call-and-Response ausbricht. Sehr gut eignet sich die Steel-Guitar auch zur akustischen Imitation von alten Dampflokomotiven, und wenn Jesus der Schaffner ist, dann geht die Post auch richtig ab. Ob g'strampfter Blues, Gute-Laune-Country oder ein sich aus Wahnsinnsgospel entwickelnder gottgefälliger Walzer - diese Musik ist nichts für dünnblütige Bibelexegeten. Aus einem traurigen Arsch kommt kein fröhlicher Furz, und außerdem ist der Hintern zum Tanzen da. Praise the Lord!

in FALTER 46/2002 vom 15.11.2002 (S. 72)


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