Chopin Études

von Murray Perahia

Derzeit nicht lieferbar

Label: Sony BMG
Erscheinungsdatum: 01.01.2002

Rezension aus FALTER 50/2002

So groß, wie es zunächst scheint, ist der Sprung gar nicht: Nach den Goldbergvariationen und den Klavierkonzerten von J.S. Bach spielte Murray Perahia nun Chopins 24 Etüden ein. Die wahnwitzig beschleunigten Sechzehntelfiguren der Cis-moll-Etüde etwa können nämlich ebenso als Reverenz des Ultraromantikers an den bewunderten Sachsen gelesen werden wie die strenge formale Anlage des Zyklus überhaupt. Auch in der Faktur stöbert Perahia kontrapunktische Strukturen auf, wie man sie bei Chopin nicht unbedingt erwarten würde. Dynamisch von Maurizio Pollinis knallhartem Zugriff auf den Pianistenklassiker (1972) gar nicht allzu weit entfernt, liefert Perahia so eine überraschend plastische Lesart des 1830/37 übrigens zum Teil am Wiener Kohlmarkt entstandenen Werks.

in FALTER 50/2002 vom 13.12.2002 (S. 68)


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