Goodbye Swingtime

von The Matthew Herbert Big Band

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Label: Accidental/Zomba
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 22/2003

Anstatt sich sampelnd bei alten Platten zu bedienen, verwendete die Ausnahmefigur Matthew Herbert für seine House-Tracks von Anfang an lieber Küchengeräusche. Mit den Jahren wurde der Soundkünstler in seiner Arbeit immer expliziter politisch; heute listet er im CD-Booklet hundert wichtige Sachbücher mit kritischer Substanz auf - und setzt nun die Geräusche ein, die beim Ausdrucken von Websites mit fragwürdigen Inhalten entstehen. Er tritt in seinem missionarischen Eifer aber auch mal ins Fettnäpfchen, wenn er von einer Zensurbehörde fürs Internet fantasiert. Vor allem macht er jedoch immer noch außergewöhnlich gute Musik, die den Theorieballast nicht notwendigerweise braucht. Für "Goodbye Swingtime" hat sich Herbert einen Kindheitstraum erfüllt und ein Big-Band-Album aufgenommen. Mit Protest-Songs, die auch ohne Überbau auf zeitlose Weise schön klingen, gesungen von Gefährtin Dani Siciliano und Gästen wie Arto Lindsay und Jamie Lidell.

in FALTER 22/2003 vom 30.05.2003 (S. 66)


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