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Label: Niesom/Trost
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 22/2003

Aber das Leben lebt genießen in der alternativen heimischen Musikszene nicht nur als aufrechte Existenzialistencombo inmitten unzähliger Gute-Laune-Kandidaten eine Ausnahmestellung. Vor allem zeichnet sie ihr Interesse an der intensiven Auseinandersetzung mit unterschiedlichen musikalischen Sprachen aus. Auf seiner kokett irreführend betitelten vierten CD vermengt das Trio jetzt Einflüsse von John Cale, Leonard Cohen, Leierkastenspielern und den Zeitlupenrockern Codein zu sieben eindrucksvoll-epischen, bis zu zwölf Minuten dauernden Stücken voll artifizieller Melancholie und kaltem Soul. Ganz anders geartet, aber nicht minder interessant ist die charmant eigenwillige Soloarbeit des Bandmitglieds Wolfgang Wiesbauer ausgefallen: "Scrapyard Music" bietet 13 neu aufbereitete pophistorische Fundstücke zwischen krautrockiger Prä-Elektronik (Cluster & Co!), Brian Eno, schäbig-schönem Heimwerkertechno, narzisstischen Spinnereien und beinahe harmonischem LoFi-Glück. Wirklich gute Laune gibt es aber natürlich trotzdem keine.

in FALTER 22/2003 vom 30.05.2003 (S. 66)


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