World Without Tears

von Lucinda Williams

Derzeit nicht lieferbar

Label: Multicolor
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 22/2003

In einem Interview in der Juni-Ausgabe des Magazins Uncut erklärte Lucinda Williams in einem von diesen "Ich-nehm-noch-ein-vierzehntes-Bier"-Interviews, dass sie während ihrer - unweigerlich - chaotischen oder bedrohlichen Liebesverhältnisse keine Songs schreiben könne. So betrachtet, kann man als Hörer znyisch anmerken, ist es gut, dass ihre Beziehungen regelmäßig krachen gehen. Zuletzt wurde sie von Ryan-Adams-Bassist Billy Mercer verlassen und dafür auch noch mit vier Songs auf ihrem jüngsten Album belohnt. So eine Nachred' möchte man gerne haben: "I've seen you sewing buttons on your shirt / I've seen you throwing up when your stomach hurt // I'll stick by you baby through thick and thin / No matter what kind of shape you're in" heißt es in dem anrührend resoluten Liebeslied "Sweet Side", auf das das mit schwermütigem Tremolo vorgetragene "Minneapolis" folgt. Ob mit harschem, bluesgetränktem Sprechgesang ("Atonement") oder eher wie k.d. lang auf Prozac ("Ventura"), immer bleibt Williams unverwechselbar sie selbst - mit diesem maulfaulen Southern Drawl, der "pain" auf "Coltrane" reimt; sprich: "päeiin" auf "Colträeiin".

in FALTER 22/2003 vom 30.05.2003 (S. 66)


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