Synapsis

von Oskar Aichinger

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Label: between the lines
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 23/2003

Der Wiener Pianist Oskar Aichinger ist kein Tastenvirtuose, der endlose Piano-Girlanden aus dem Handgelenk schüttelt, sondern ein musikalischer Kopf, der in Strukturen und Texturen denkt. Die Kombination von (präpariertem) Klavier und Synthesizern etwa initiiert eine Art akustischer Wahrnehmungsphilosophie: Was ist Vorder-, was Hintergrund, was "eigentliches" Geschehen und was "Störgeräusch"? Eine Frage, die ein Stück wie "Borderline" stellt, das einem auf dem Label ECM gepflogenen Lyrismus erstaunlich nahe steht, aber allerlei quer schießende Elektronik auffährt. In sich kreiselnde, minimalen Permutationen unterworfene Patterns, wuchtig-distinkte ("Need no umbrella") oder extrem gedehnte ("Off memory") Grooves verbinden Reflexivität und soundbewusste Sinnlichkeit (Paul Skrepeks metallisch dröhnende "extended drums"!) zu einem "Soundtrek", der dem von Aichinger angestrebten Zweck, im Kopf des Hörers "einen eigenen Film entstehen zu lassen", gute Dienste leistet.

in FALTER 23/2003 vom 06.06.2003 (S. 64)


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