DVD

von Led Zeppelin

Derzeit nicht lieferbar

Label: Warner
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 29/2003

Nach dem Tod ihres Drummers Jon Bonham lösten sich Led Zeppelin, die wahrscheinlich einflussreichste Rockband der Siebzigerjahre, 1980 auf. 1969 in London gegründet, waren Led Zep (wie Fans sie liebevoll nannten) die erste wirkliche "Supergroup" der Seventies: Eine erbarmungslos laute, an Soul und R-'n'-B geschulte Rhythmussektion (Jon Bonham, John Paul Jones) traf in Gestalt des Sessionmusikers Jimmy Page (The Kinks, Yardbirds) auf einen Gitarristen und Arrangeur, der mit Gespür für den Geschmack des neuen Jahrzehnts harte Blues-Riffs mit Folkgitarren, psychedelischem Wall-of-Sound und orientalischen Klanganleihen kombinierte. Ergänzt durch die extravagante Persönlichkeit von Sänger und Hardrock-Rolemodel Robert Plant entstand so eine Band, deren Liveauftritte ihren gefinkelt produzierten Studioalben an Intensität nicht selten überlegen war, bis man um 1975 herum in die Untiefen des Stadionrock abstürzte. In diesem Sinne darf man die neuesten Led Zep-Releases, das Dreifach-Album "How The West Was Won" (zwei großartige Konzerte von 1972) und die schlicht "DVD" betitelte Konzertfilm-Kompilation (1969-1979), als Sensation wie als Lehrstück werten: Sie stellen alles in den Schatten, was an spärlichen Livemitschnitten und Bootlegs bislang erhältlich war. Nicht nur technisch (Ton und Bild wurden komplett restauriert), sondern auch spielerisch zeigen sie eine Band am Zenit - eine Groove-Maschine, die erbarmungslos auf ihr Publikum eindrischt, um es gleich darauf in ausgedehnte Improvisationen und leise, akustische Interludien zu entführen. Will man wissen, was an den Siebzigern großartig und schrecklich zugleich war, hat man nun genug Material bei der Hand!

in FALTER 29/2003 vom 18.07.2003 (S. 50)


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