5 Tracks

von John Cale

Derzeit nicht lieferbar

Label: EMI
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 31/2003

Wie sonst wohl nur noch David Bowie gelingt es dem Waliser John Cale seit Jahrzehnten, dem Imperativ des Pop, sich in ständiger Verwandlung treu zu bleiben, mit Würde und Können zu entsprechen. Nachdem er 1996 mit "Walking On Locusts" ein schwer unterschätztes Album schönsten Erwachsenenpops eingespielt hatte, "verzettelte" sich Cale mit Bühnenmusiken und anderen "Gelegenheitsarbeiten". Nun hat er, als Vorbote auf das im Herbst erscheinende Album "HoboSapiens", fünf Stücke vorgelegt, die uns Hoffnung spenden - auch wenn diese zum Teil wie etwas ambitiöse digitale Einlegearbeiten anmuten, deren Aufwand an Beats und verhuschten, verzerrten oder gedämpften Stimmen und Geräuschen nicht immer von der entsprechenden musikalischen Substanz getragen werden. Und dass die Durchsage eines U-Bahn-Schaffners ("You're all New Yorkers, you're the very best") auf 9/11 verweist, ist auch noch keine Garantie für Zeitgenossenschaft. Mit der suggestiven Ezra-Pound-Hommage "E Is Missing" und dem schlicht instrumentierten "Wilderness Approaching" findet Cale aber wieder zu seinen alten Stärken und liefert zwei atmosphärisch dichte, mit kontrolliertem Pathos vorgetragene Tracks, die die Vorfreude auf das neue Album wieder gehörig anstacheln.

in FALTER 31/2003 vom 01.08.2003 (S. 52)


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