HoboSapiens

von John Cale

Derzeit nicht lieferbar

Label: EMI
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 42/2003

Nach David Bowie ("Reality") ist John Cale nun der zweite Popgigant, der die Wirklichkeit einer Prüfung unterzieht und sich im atmosphärisch stimmigen, in typischer Cale-Manier dargebotenen Eingangsstück "Zen" fragt, wo die Kunst der Zauberei geblieben sei: "It's now the art of reality - calling a spade a spade." Auf dem folgenden "Reading My Mind" beginnt Cale zu tricksen - und es zaubert ihn, wie man so sagt. Die Soundcollage aus Stimmen und Verkehrslärm weist schon in Richtung von "Bicycle": von diesem Tiefpunkt, der musikalische Substanz durch läppische Effekte (Fahrradgeklingel, Frauengekicher) ersetzt, erholt sich das Album dann auch nicht mehr und tritt mit "Twilight Zone" die Flucht nach vorne (in musikalische Hysterie) an. Gemeinsam mit der vor kurzem erschienenen EP "Five Tracks" hätte sich aus diesem Material ein brauchbares 50-Minuten-Album machen lassen. Das 65 Minuten lange "HoboSapiens" aber ist auch durch seinen Hidden Track ("Set Me Free") nicht wirklich zu retten. Bleibt die Hoffnung auf das Wien-Konzert im November.

in FALTER 42/2003 vom 17.10.2003 (S. 58)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb