Signs, Games and Messages

von György Kurtág

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Label: ECM/Lotus
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 46/2003

siDer ungarische Komponist György Kurtág (geboren 1926) darf, seit seiner radikalen künstlerischen Neuorientierung 1959 mit dem Streichquartett op. 1, fraglos als der größte Meister musikalischer Verdichtung nach Anton Webern gelten. Spät erst hat er seine knappe, oft fragmentarisierte Sprache auch auf den großen Orchesterapparat übertragen, zumeist jedoch handelt er seine zentralen Themen - die Vergänglichkeit, Beschränktheit, vielleicht gar Sinnlosigkeit des Seins - in kleinen Kammerbesetzungen ab. Diese Musik als intime, private Botschaften zu verstehen (auch wenn sie oft ohne Worte auskommt), erleichtert ihr Verständnis - und dennoch stellt sie, wie die drei hier versammelten Spätwerke "Signs, Games and Messages", "Hölderlin-Gesänge" sowie "... pas à pas - nulle part ..." (nach Gedichten von Samuel Beckett) höchste Anforderungen an Interpreten wie Rezipienten. Bariton Kurt Widmer, das Orlando Trio, Mircea Ardeleanu (Perkussion), Heinrich Huber (Posaune) und David LeClair (Tuba) erledigen hier ihren Part so gut, dass wir Hörer eigentlich nur noch viel Zeit und Ruhe für Kurtágs eindringliche Musik brauchen: Die richtige Platte für lange Novemberabende.

in FALTER 46/2003 vom 14.11.2003 (S. 66)


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